Diagnostik

Grundlage für die Erstellung eines auf die Bedürfnisse des Patienten ausgerichteten Therapieplans ist eine ausführliche Diagnostik und Auswertung der Vorbefunde des Patienten.

Ausführliche ärztliche und pflegerische Untersuchung

Die Waldhausklinik bedient sich aller diagnostischer Verfahren, die für die Diagnose von allgemein-internistischen Erkrankungen und zur Schmerzbehandlung notwendig sind. Neben Ultraschall, Langzeitblutdruckmessung, Lungenfunktionsprüfung, metabolischen Funktionsuntersuchungen, Posturographie, Neurologischer Diagnostik, Röntgen und Labordiagnostik, EKG (Ruhe-, Belastungs- und Langzeit-EKG), werden mit unseren Kooperationspartnern auch Kernspintomographie, Magnetresonanztomografie und endoskopische Untersuchungen durchgeführt.

Sonografie ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem von außen mit einem Schallkopf die Strukturen der inneren Organe untersucht werden. Es handelt sich hierbei um ein risikoarmes, nichtinvasives und schmerzloses Verfahren.  Mittels Ultraschall lassen sich zum Beispiel Gallen- oder Nierensteine, Veränderungen an Leber und Milz, aber auch Vorgänge am Darm darstellen.
  • Sonografie des Bauches/Unterleib  
  • Sonografie der Schilddrüse
  • Doppler- und Duplexsonografie (Ultraschall der Blutgefäße und Gelenke)
  • Echokardiografie (Ultraschall des Herzens)

Häufig treten Beschwerden des Magen-Darm-Traktes nicht durch strukturelle Schäden an den Organen auf, sondern durch Funktionsstörungen der an der Verdauung beteiligten Organe.
Aufgrund eines Enzymmangels können Nahrungsmittel häufig nicht ausreichend verdaut werden. Die unverdauten Zucker-Verbindungen gelangen stattdessen in den Dickdarm und werden dort unter Gasentwicklung von Bakterien zersetzt. Häufig entstehen Blähungen und Bauchschmerzen oder Durchfälle. Auch Allgemeinsymptome, wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit, treten häufig auf.
Mit dem H2-Atemtest lassen sich Laktose/Fruktoseintolernaz  oder eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms nachweisen.

Durch das Elektrokardiogramm (EKG) können die Herzfrequenz und der Herzrhythmus bestimmt und beurteilt werden. Das Ruhe-EKG wird am liegenden, entspannten Patienten angewendet. Im Gegensatz dazu werden beim Belastungs-EKG die elektrischen Herzströme aufgezeichnet, während sich der Patient körperlich betätigt. Dadurch lassen sich bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie etwa die koronare Herzkrankheit, feststellen.

Beim Langzeit-EKG wird die  Herzaktivität über längere Zeit unter Alltagsbedingungen gemessen und aufgezeichnet. Es dient dem Nachweis von akut auftretenden Herzrhythmusstörungen.

 

Mittels computergestützter Apparatur lassen sich Körperschwankungen messen und somit ein normales oder gestörtes Gleichgewicht feststellen. 
Häufig werden spezielle neurologische Verfahren, die Rückschlüsse auf die Nerven-, Muskel- und Hirnaktivität zulassen notwendig. Insbesondere bei der Behandlung von Schmerzpatienten veranlasst die Waldhausklinik derartige Spezialdiagnostik.
Diese Messung hilft unter anderem bei der Differenzierung zwischen neurogener und muskulärer Muskelschädigung oder erlaubt eine Verlaufsbeurteilung nach Nervenschädigung. Bei Bandscheibenvorfällen, Nervenverletzungen, Entzündungen, degenerativen Erkrankungen des peripheren Nervensystems oder Myopathien können Informationen über das Ausmaß und die Akuität gewonnen werden.
Sie hilft bei der Spezifizierung einer Nervenschädigung. So können Funktionsstörungen der peripheren Nerven (z.B. Polyneuropathie oder Karpaltunnelsyndrom) festgestellt werden und im Rahmen des multimodalen Therapieansatzes der Waldhausklinik effizient mitbehandelt werden.
Beim AEP handelt es sich um eine Untersuchungsmethode zur Feststellung von Störungen der Hörbahn und des Hörnervs. Indikationen für die Anwendung können z.B. auftretender Schwindel, Tinnitus (Ohrgeräusche) oder Entzündungen im Bereich des Nervensystems (z.B. MS) sein.
Zum Einsatz kommt ein Standardinstrument für die Diagnostik psychischer Syndrome, insbesondere bei komplexen Schmerzerkrankungen oder Somatisierungsstörungen. Es erlaubt die Messung des Schweregrades und dient zur Verlaufsbeurteilung psychischer Beeinträchtigungen.
Der Arzt misst dafür die Luftmenge und -geschwindigkeit beim Atmen. Durch Messung des Lungenvolumens lassen sich Atemwegs- und Lungenerkrankungen diagnostizieren (z.B. Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Lungenfibrose) und ihr Verlauf kontrollieren.