Baunscheidttherapie

 

Die Baunscheidttherapie gehört zu den ausleitenden Verfahren

Die historische Grundlage ausleitender Verfahren ist die Humoralpathologie mit seinem bedeutendsten Vertreter, Arzt und Wissenschaftler Hippokrates (460–320 v. Chr.).

Ausleitende Verfahren werden in der Regel mit anderen Therapien der Naturheilkunde im Rahmen des multimodalen Therapieansatzes kombiniert.

 

Was ist die Baunscheidttherapie?

"Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, dort will sie schädliche Stoffe anhäufen und ausleeren und wo sie dies nicht fertig bringt, dort mache ein Loch in die Haut und lasse die schädlichen Stoffe heraus." Paracelsus (1493 - 1541)

 

Das Baunscheidt-Verfahren ist eine stärkende, flächenhaft wirkende Hautreiz-Reflextherapie.

 

Baunscheidttherapie findet in der Waldhausklinik bei folgenden Krankheitsbildern Anwendung:

Anwendungsgebiete der Baunscheidttherapie

Therapieablauf

  • 1
    Die Haut des Patienten wird vor der Anwendung desinfiziert. Ein Stempel-Apparat in Stiftform, der aus Nadeln besteht wird an Hautreflexzonen oder in der Umgebung von Gelenken eingesetzt. Die Nadeln schnellen minimal in die Haut, ohne dass die Haut blutet. Die gesichelte Haut wird dann mit Baunscheidt-Öl eingerieben. Die Haut rötet sich und es bilden sich Quaddeln. Heute enthalten Baunscheidt-Öle meist hautreizende Stoffe wie Wacholderöl, Senföl, Euphorbiumsaft oder Cantharidin.

Nachbehandlung

Um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern, sollte eine Wiederholung der Behandlung nach ca. 5 Wochen erfolgen und ist in unserer Schmerzambulanz möglich.

 



 

Ziel

Ziel ist es Organfunktionen anzuregen, eine Durchblutungsvermehrung der Haut und eine Erhöhung der Stoffwechselaktivität von inneren Organen zu erreichen.

  • Nadelkopf
  • Nadelwalze

Autor(en)

PD Dr. Dr. Tobias Romeyke Geschäftsführer der Waldhausklinik Deuringen