Frau Staatsministerin a.D. Carolina Trautner zu Besuch in der Waldhausklinik Deuringen
vonPD Dr. Dr. Tobias Romeyke
Frau Staatsministerin a.D. Carolina Trautner zu Besuch in der Waldhausklinik Deuringen
Frau Staatsministerin a.D. Carolina Trautner zu Besuch in der Waldhausklinik Deuringen Themen: Krankenhausreform und Patientenversorgung
Der Geschäftsführer der Waldhausklinik Deuringen Priv.-Doz. Dr. Dr. Tobias Romeyke empfing zum gemeinsamen Austausch Frau Carolina Trautner am 3. März in der Waldhausklinik. Frau Trautner, Vorsitzende des Landesgesundheitsrats und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Prävention des Freistaates Bayern, ist seit 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags.
Anlass des Treffens war die laufende Krankenhausreform.
Der medizinische Fortschritt und die demografische Entwicklung erfordern eine innovative Gesundheitsversorgung in Deutschland, die Qualität und Kosten gleichermaßen berücksichtigt.
Um diese Ziele zu erreichen, wurde durch das Gesundheitsministerium eine Krankenhausreform (KHVVG) auf den Weg gebracht, um eine Spezialisierungswelle von Krankenhäusern in Gang zu setzen.
Die Krankenhäuser werden dabei sogenannten Leistungsgruppen zugeordnet. Diese sind an Mindestvorgaben hinsichtlich Personal und Ausstattung gekoppelt, ohne Berücksichtigung der Größe einer Klinik.
Der Geschäftsführer der Waldhausklinik verdeutlichte in einem Impulsvortrag den hohen Spezialisierungsgrad seines Hauses.
„Die Waldhausklinik versorgt schwerkranke, chronifizierte Patienten. Sie setzt zur Behandlung ein multiprofessionelles Behandlungsteam ein. Das multimodale Therapiekonzept beinhaltet verschiedene Behandlungsmethoden. Neben spezialisierten Fachärzten (Internisten, Schmerztherapeuten, Rheumatologen) sind Therapeuten (Psychotherapeuten, Physio- und Kunsttherapeuten, Ökotrophologen) sowie Pflegkräfte mit erweiterter Fachausbildung (z.B. Schmerztherapie, Wundmanager, Palliativpflege, naturheilkundlich erweiterte Pflege etc.) in die Behandlung eingebunden. Ziel ist eine Verbesserung der Behandlungsqualität durch die Berücksichtigung der individuellen Patientenbedürfnisse,“ so der Geschäftsführer.
Frau Trautner betonte die Wichtigkeit der Existenz der Waldhausklinik als hochspezialisierte Fachklinik, die in Bayerisch-Schwaben ein Alleinstellungsmerkmal aufweist.
„Es bedarf notwendiger Anpassungen der Krankenhausreform und zusätzlicher Ausnahmeregelungen, da viele Fachkrankenhäuser, wie die Waldhausklinik, durch die Reform nicht ausreichend berücksichtigt werden. Die Vorgaben der Reform würden im Falle der Waldhausklinik die medizinische Qualität nicht steigern, sondern nur die Kosten. Die Klinik wäre gezwungen Geräte und Personal vorzuhalten, die sie für ihre patientenzentrierte Versorgung gar nicht benötigt,“ so Trautner.
Frau Trautner kündigte an, Lücken und unabsehbare Folgen der Reform im Gesundheitsausschuss zu thematisieren, um schnell an Lösungen zu arbeiten. Bayerisch Schwaben stärkt die integrative Versorgung
Die Bekanntgabe der bevorstehenden Kooperation zwischen der Waldhausklinik Deuringen und dem Lehrstuhl für Integrative Gesundheitsversorgung und Prävention am Universitätsklinikum Augsburg (Inhaber: Univ.-Prof. Dr. Christian Keßler) wurde von Frau Trautner begrüßt.
„Das stärkt die ganzheitliche, patientenzentrierte Versorgung und die Forschung zum Thema Naturheilverfahren,“ so Trautner.
PD Dr. Dr. Romeyke fügt hinzu, dass die Waldhausklinik auch der Allianz für Integrative Medizin und Gesundheit und dem ACoNIG (Akademisches Consortium für Naturheilkunde, Integrative Medizin und Gesundheit) beigetreten ist.